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Revit Beleuchtungsplanung

Beleuchtungsplanung mit Autodesk Revit: Leuchtenpositionierung, DIN EN 12464, DIALux-Integration, Schaltgruppen und Notbeleuchtung. Schulung buchen.

Zuletzt aktualisiert: 17. Februar 2026

Beleuchtungsplanung in Revit verbindet Lichtarchitektur, Elektrotechnik und BIM-Koordination in einem Workflow. Von der ersten Leuchtenpositionierung über den DIALux-Abgleich bis zur normgerechten Plandarstellung — wer diesen Workflow kennt, spart erheblich Zeit und produziert höhere Planqualität.

In unserer Revit Schulung für Elektroplanung behandeln wir Beleuchtungsplanung als eigenen Schwerpunkt — von der Leuchtenfamilie bis zur ausschreibungsreifen Dokumentation. Die wichtigsten Fragen haben wir hier zusammengefasst.


Was umfasst die Beleuchtungsplanung in Revit?

Die BIM-basierte Beleuchtungsplanung in Revit deckt ab:

  • Leuchtenpositionierung im 3D-Modell (Decke, Wand, Pendant)
  • Lichttechnische Parameter in den Leuchtenfamilien (Lichtstrom, Leistung, Farbtemperatur)
  • Stromkreiszuordnung und Lastberechnung
  • Schaltgruppenplanung — Leuchten mit Schaltern verknüpfen
  • Normgerechte Plandarstellung nach DIN EN 60617
  • Mengenermittlung für Ausschreibung

Was Revit nicht direkt leistet: Die photometrische Beleuchtungsstärkeberechnung nach DIN EN 12464. Dafür ist die Kopplung mit DIALux oder Relux erforderlich.

Welche Normen gelten für die Beleuchtungsplanung?

Norm Inhalt
DIN EN 12464-1 Beleuchtung von Arbeitsstätten — Innenräume
DIN EN 12464-2 Beleuchtung von Arbeitsstätten — Außen
DIN EN 1838 Notbeleuchtung und Sicherheitsbeleuchtung
ASR A3.4 Beleuchtung in Arbeitsstätten (Technische Regel)
DIN 18040 Barrierefreies Bauen — Beleuchtungsanforderungen

Die Einhaltung dieser Normen wird durch Lichtberechnungen nachgewiesen — Revit liefert die Positionsdaten, die Berechnung erfolgt extern.

Wie ist der ideale Workflow für die Beleuchtungsplanung in Revit?

  1. Raumtypen festlegen: Welche Beleuchtungsstärke (lux) ist pro Raum gefordert? (DIN EN 12464)
  2. Leuchtentypen wählen: Geeignete Familien aus der Bibliothek oder von elkoBIM laden
  3. Vorpositionierung in Revit: Leuchten nach Rastermaß oder Planungskonzept platzieren
  4. Export zu DIALux / Relux: Raumgeometrie und Leuchtenpositionen übergeben
  5. Lichtberechnung: Beleuchtungsstärke, Gleichmäßigkeit, UGR-Wert nachweisen
  6. Optimierung: Positionen anpassen, zurück nach Revit
  7. Stromkreise und Schaltgruppen in Revit aufbauen
  8. Planableitung: Installationsplan, Leuchten-Stückliste, Verteilerübersicht

Wie integriere ich DIALux oder Relux mit Revit?

Der Datenaustausch erfolgt über IFC oder direkte Import-/Exportfunktionen:

Revit → DIALux:

  • IFC-Export aus Revit (Raumgeometrie, Leuchtenpositionen)
  • Import in DIALux evo als Planungsgrundlage
  • Leuchtentypen in DIALux manuell oder über IES-Datei zuordnen

Relux:

  • Ähnlicher IFC-basierter Workflow
  • Native Revit-Verknüpfung über Relux-Plugin möglich

Tipp: Leuchtenfamilien in Revit mit hinterlegtem IES-Photometrie-File ausstatten — dann übernimmt DIALux die Lichtverteilung direkt aus der Familie, ohne manuelle Zuordnung.

Wie plane ich Beleuchtungszonen und Tageslichtnutzung?

Für energieeffiziente Gebäude werden Leuchten nach Tageslichteinfluss in Zonen aufgeteilt:

  • Fensternahe Zone (ca. 2-3 m): Separate Schaltgruppe, dimmbar oder schaltbar
  • Mittlere Zone: Grundbeleuchtung
  • Wandzone: Akzentbeleuchtung oder Arbeitsplatzbeleuchtung

In Revit wird jede Zone als eigene Schaltgruppe angelegt — so kann die Tageslichtsteuerung (Präsenzmelder, Helligkeitssensor) korrekt dokumentiert werden. elkoBIM bietet erweiterte Parameter für die Zonendokumentation.

Wie plane ich Notbeleuchtung in der Beleuchtungsplanung?

Notleuchten und Rettungszeichenleuchten werden als separate Leuchtenkategorie geführt und in einem eigenen Sicherheitsstromkreis erfasst. Wichtig:

  • Normalbeleuchtung und Sicherheitsbeleuchtung immer getrennt dokumentieren
  • Notleuchten mit Parameter „Nennbetriebsdauer“ und „Systemtyp“ (Einzelbatterie / Zentral) versehen
  • Beleuchtungsstärke auf Fluchtwegen (min. 1 lux) extern in DIALux nachweisen

Weitere Details: Revit Notbeleuchtung

Wie erstelle ich eine Leuchtenstückliste aus der Beleuchtungsplanung?

Über Ansicht → Bauteilliste:

  1. Kategorie: „Beleuchtungskörper“
  2. Parameter: Typ, Anzahl, Anschlussleistung, Lichtstrom, Stromkreis, Raum
  3. Getrennte Liste für Notleuchten (per Filter auf Leuchtentyp)
  4. Export als Excel für Leistungsverzeichnis

Voraussetzung: Konsistente Parameterpflege bei der Platzierung — dann ist die Liste ohne Nacharbeit ausschreibungsreif.


In der Schulung: Beleuchtungsplanung als vollständigen BIM-Workflow beherrschen

Beleuchtungsplanung ist in Revit kein Einzelschritt, sondern ein Workflow — von der Norm über die Leuchte bis zum Verteiler. Wer diesen Workflow einmal strukturiert gelernt hat, arbeitet schneller, produziert normgerechte Pläne und hat weniger Rückfragen in der Ausführung.

In unserer Revit Schulung für Elektroplanung lernen Sie:

  • Beleuchtungskonzepte normgerecht nach DIN EN 12464 aufbauen
  • Leuchtenfamilien mit lichttechnischen Parametern effizient einsetzen
  • DIALux-Integration für Lichtberechnung und Rückübergabe
  • Schaltgruppen und Tageslichtzonierung strukturiert dokumentieren
  • Notbeleuchtung normgerecht planen und ausschreiben

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